Interessenvertretung
Wir sind die unabhängige Stimme pflegender Angehöriger in Schleswig-Holstein und vertreten ihre Interessen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.
Gremienarbeit und Kooperationen in Schleswig-Holstein
Wir sind überzeugt: Verbesserungen für pflegende Angehörige lassen sich nur gemeinsam mit anderen Akteuren erreichen. Viele Vereine und Verbände arbeiten in Themenbereichen, die auch pflegende Angehörige betreffen. Hier stehen wir für Dialog und gemeinsame Aktivitäten zur Verfügung.
Wir erarbeiten Stellungnahmen zu Anhörungen und Anträgen der Landtagsfraktionen und halten Vorträge bei Veranstaltungen. Wo immer es unsere ehrenamtlichen Ressourcen zulassen, bringen wir die Perspektive pflegender Angehöriger in die relevanten Gremien ein.
Sie möchten unsere pflegepolitische Arbeit unterstützen? Werden Sie Mitglied oder sprechen Sie uns an.
Unsere Themen
Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
94 Prozent der Erwerbstätigen wollen im Falle einer Pflegesituation in der Familie berufstätig bleiben. Die heutige sozialrechtliche Unterstützung reicht dafür nicht aus: Pflegezeit und Familienpflegezeit sind für viele Betroffene unattraktiv, eine Lohnersatzleistung wie das Elterngeld fehlt. wir pflegen e.V. fordert deshalb ein Vereinbarkeitsbudget mit flexibel nutzbaren Freistellungen und einem Lohnersatz von mindestens 65 Prozent des Nettoeinkommens.
Armut durch Pflege
Wer Angehörige pflegt, trägt ein hohes Risiko für Verarmung und soziale Ausgrenzung. Die Initiative „Armut durch Pflege“ lässt Betroffene zu Wort kommen, klärt öffentlich auf und setzt sich für sozialpolitische und gesetzliche Änderungen ein.
Junge Menschen mit Pflegeverantwortung
Tausende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene übernehmen große Pflegeverantwortung für Eltern, Geschwister oder Großeltern, oft mit erheblichen Folgen für Schule, Ausbildung und persönliche Entwicklung. Das bundesweite Netzwerk JUMP macht diese bisher kaum wahrgenommene Gruppe sichtbar und vernetzt Betroffene und Fachleute.
Pflegepolitische Stellungnahmen und Positionen
Mit dem Positionspapier „Häusliche Pflege endlich wirkungsvoll stärken“ fordert der Bundesverein wir pflegen e.V. unter anderem flexiblere Rahmenbedingungen für Selbstbestimmung in der häuslichen Pflege, nutzbare Leistungsansprüche und mehr kommunale Entlastungsangebote. Alle Positionspapiere und Stellungnahmen finden Sie beim Bundesverein: www.wir-pflegen.net.
Stellungnahmen 2026 in Schleswig-Holstein:
- Situation der Eingliederungshilfe in Schleswig-Holstein – Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage der FDP-Fraktion, Drucksache 20/3564
- Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Entlastung von Bürokratie in der Kommunal- und Landesverwaltung – Gesetzentwurf der Landesregierung, Drucksache 20/3514; Änderungsantrag der Fraktion des SSW, Drucksache 20/3622
- Hände weg vom Pflegegrad 1 – Pflegerische Versorgung stärken, nicht schwächen – Antrag der Fraktionen von SPD und SSW, Drucksache 20/3650
- Erhöhung des Entlastungsbetrages für Pflegebedürftige – Antrag der Fraktionen von SSW und SPD, Drucksache 20/3681. Gemeinsame Stellungnahme mit dem Antrag zum Pflegegrad 1.
- Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Verfassung des Landes Schleswig-Holstein – Gesetzentwurf der Fraktionen von CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP und SSW, Drucksache 20/3684; Änderungsantrag der Fraktion der SPD, Drucksache 20/3706; Gesetzentwurf der Fraktion des SSW, Drucksache 20/71
- Entwurf eines Gesetzes zur Zulassung von Verfassungsbeschwerden – Gesetzentwurf der Fraktion der FDP, Drucksache 20/3690. Gemeinsame Stellungnahme mit der Verfassungsänderung.
- Änderung des Landespflegegesetzes und weiterer Normen
- Entwurf der Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung nachhaltiger Infrastrukturinvestitionen in sozialen Einrichtungen (LuKIFG-Richtlinie soziale Einrichtungen)
- Entwurf eines Gesetzes zur Vermeidung von Diskriminierung in Schleswig-Holstein (Landesantidiskriminierungsgesetz – LADG SH) – in Vorbereitung